STEFFEN PFROGNER  Stadtplaner Architekt Potsdam   für BAUKULTUR   mit den STADTENTWICKLERINNEN

 

S A C H K U N D I G E R   E I N W O H N E R

S T A D T E N T W I C K L U N G S   +   B A U A U S S C H U S S

Im Ergebnis der Kommunalwahlen im September 2008 wurde ich von der Stadtverordnetenversammlung (SVV) der Landeshauptstadt Potsdam für die Wahlperiode bis 2014 zum Sachkundigen Einwohner im Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauen berufen.

Somit trug ich meine Erfahrungen und Kenntnisse als Stadtplaner und Architekt in die kommunalpolitische Auseinandersetzung in Potsdam. Die Schwerpunkte meines Wirkens im Ausschuss lagen in

  • der Anerkennung des   W O H N E N s   als gesamtstädtische soziale Aufgabe 
  • der Förderung der   B A U K U L T U R 
  • der Bewahrung der Zeugnisse der   N A C H K R I E G S M O D E R N E  
  • der Durchsetzung einer transparenten und diskriminierungsfreien   W E T T B E W E R B S K U L T U R  
  • der nachhaltigen   S T A D T E N T W I C K L U N G

Nachfolgender, von mir verfasster Beschlussvorschlag wurde von der SVV beschlossen:

SVV-Beschluss zum Wettbewerbswesen in der Landeshauptstadt Potsdam
Richtlinien für Planungswettbewerbe RPW 2008

In der Erörterung des Entwurfs einer Geschäftsordnung für den einzurichtenden Gestaltungsrat warb ich konsequent für die öffentliche Abhaltung seiner Sitzungen. Die Verwaltung sowie die Stadtverordnetenversammlung sind diesem Anliegen gefolgt:

Beschluss zur Einrichtung eines Gestaltungsrates und zur Geschäftsordnung
Geschäftsordnung des Gestaltugsrates Potsdam

Ein Schwerpunkt meines fachpolitischen Engagements liegt in der Anerkennung und Bewahrung der architektonischen und städtebaulichen Zeugnisse der Nachkriegsmoderne. Beispielsweise hatte ich dazu für die Bürgerinitiative Pro-Brauhausberg gemäß dem Brandenburgischen Denkmalschutzgesetz (BbgDSchG) eine denkmalpflegerische Unterschutzstellung folgender zwei im städtebaulichen Zusammenhang stehender Bauten der Nachkriegsmoderne in der Landeshauptstadt Potsdam angeregt:

1.   Terrassenrestaurant "Minsk" am Brauhausberg      

2.   Schwimmhalle am Brauhausberg                          

Siehe hierzu auch:

http://www.pfrogner-stadtplaner.de/S-T-A-D-T-P-L-A-N-U-N-G/Denkmal-Gestaltung

Leider hat unser Engagement den Erhalt der Schwimmhalle am Brauhausberg nicht bewirken können, ob es uns beim ehemaligen Terrassenrestaurant "Minsk" gelingt ist offen.

Hierzu habe ich auf der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklungund Bauen der Stadtverordnetenversammlung Potsdam am 29.04.2014 als Sachkundiger Einwohner mehrere Änderungsanträge bezüglich des Offenlegungsbeschlusses des Bebauungsplanentwurfes Nr. 36-2 "Leipziger Straße / Brauhausberg" mit differenziertem Erfolg eingebracht. Leider ist die Stadtverordnetenversammlungauf ihrer letzten Sitzung am 07.05.2014 den Voten des Bauausschusses nur bedingt gefolgt.

 

Änderungsanträge zu 14-SVV-0181 B-Plan 36-2 "Leipziger Straße / Brauhausberg"

So auch geschehen im Jahre 2009 bei einem Antrag zum Karree der Fachhochschule / Staudenhof.

Ein halbes Jahr zuvor von der Stadtverordnetenversammlung als Sachkundiger Einwohner in den Ausschuss für Stadtentwicklung und Bauen berufen, hatte ich mit der damaligen Ausschussvorsitzenden und heutigen brandenburgischen Umweltministerin Anita Tack einen Antrag erarbeitet und mit eingebracht der bei den weiteren Planungen zur Potsdamer Mitteberücksichtigen soll, dass

  • im Zuge der Neugestaltung des Alten Marktes mit dem Landtagsneubau, der Bebauung an der Alten Fahrt und den zu sanierenden Baudenkmalen "Altes Rathaus / Kulturhaus mit Erweiterung (Verbindungsbau) und Knobelsdorff-Haus“ in das bauliche Ensemble, neben dem zu erhaltenden Gebäude der Stadt- und Landesbibliothek, auch weitere Gebäude am Staudenhof in die neue städtebauliche Gestaltung einbezogen werden können und
  • ein offener Architektur-Wettbewerb durchgeführt wird, um die städtebaulich und architektonisch überzeugendste Lösung für das Karree der heutigen Fachhochschule unter Einbeziehung der vorhandenen Bebauungen am Staudenhof zufinden.

Der Antrag fand leider schon im Stadtentwicklungsausschuss keine Mehrheit, dann auch nicht in der Stadtverordnetenversammlung.

 

 

 

 

SVV-Beschluss 2009 Karree Fachhochschule/Staudenhof